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EC-Handschrauber 18/48 mit Stromregelung
Abbildung Funktionsprinzip
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Funktionsprinzip
Bei der Herstellung von Schraubverbindungen wird zwischen harten und weichen Schraubfällen unterschieden. Als harter Schraubfall wird verstanden, wenn der Schraubenkopf das Fügemoment erreicht hat und zum Anziehen bis zum vollen Anziehmoment ein Drehwinkel bis zu ca. 30° genügt.
Bei einem weichen Schraubfall können dagegen nach dem Erreichen des Fügemoments noch ein Drehwinkel von über 720° bzw. zwei Umdrehungen erforderlich sein, bis das volle Anziehmoment erreicht wird. Auch können innerhalb eines Schraubfalls durch unterschiedliche Reibung das Setzverhalten der Verbindungen sowie das Eindrehmoment der Schrauben variieren. Daher ist es erforderlich, den Schraubprozess bezüglich Drehmoment und/oder Drehwinkel zu überwachen.
Die Überwachung der Drehwinkels erfolgt über integrierte Resolver, die Drehmomentüberwachung über die Stromregelung. Zur Einrichtung der Anwendung wird der Drehmomentendwert einprogrammiert. Der Schrauber kann anschließend z. B. mit Hilfe von einem Drehmomentmessschlüssel kalibriert und der Vorgang gespeichert werden. Im Betrieb wird das Drehmoment über entsprechende Algorithmen mit Hilfe der Stromaufnahme gemessen und mit hoher Reproduzierbarkeit und Prozesssicherheit geregelt.
Wenn die gemessenen Daten einer Verschraubung nicht den Sollwerten entsprechen, wird der Schrauber gestoppt und eine NIO-Meldung über die in den Schrauber integrierte LED oder ausgegeben, die der Werker quittieren muss.