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Maschinen
und Anlagen für die Fertigungstechnik werden von Maschinenbauunternehmen,
Sondermaschinenbauunternehmen oder dem Betriebsmittelbau von Fertigungsunternehmen
für den Eigenbedarf hergestellt. Maschinenbauunternehmen produzieren
überwiegend Standardmaschinen in größeren Stückzahlen als Serie
oder als Variantenkonstruktion, Spezialmaschinen werden als Kleinserie
oder Einzelanfertigung eher von Sondermaschinenbauern oder dem internen
Betriebsmittelbau hergestellt. Hierzu werden Zulieferungen in Form
von Halbzeugen, Auftragsfertigung (verlängerte Werkbank), Fremdleistungen,
Standardkomponenten sowie erklärungsbedürftigen Komponenten und
Systemen bezogen. Beispiele für Standardkomponenten sind Schrauben,
Wälzlager und Niederspannungs-Schaltgeräte. Erklärungsbedürftig
sind hingegen z.B. Bildverarbeitungssysteme, Handhabungseinrichtungen
und Softwarelösungen.
Bei Standardkomponenten und erklärungsbedürftigen Zulieferungen
werden als grundsätzliche Geschäftstypen OEM-Geschäft und Lösungsgeschäft
unterschieden. Im OEM-Geschäft sucht ein Maschinenbauunternehmen
nach Komponenten und Systemen, die in ein Serienprodukt als Bestandteil
integriert werden. Sondermaschinenbau und interner Betriebsmittelbau
suchen eher nach Lösungen für anwendungsspezifische Aufgabenstellungen,
die im Unternehmen meistens nur einmalig anfallen. Erklärungsbedürftige
Produkte stehen hier im Vordergrund. Wir bezeichnen dieses als
Lösungsgeschäft.
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Die
Beschaffung von Standardkomponenten lässt sich durch heutige e-commerce-Lösungen
vereinfachen
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Standardkomponenten
sind hinsichtlich Produkt und Einsatzmöglichkeiten dem Anwender
bestens vertraut. Produktbezeichnungen und Leistungsreihen sind
häufig in Produktklassifizierungen, Richtlinien oder sogar Normen
standardisiert. Die Produkte der Anbieter sind weitgehend vergleichbar,
und beim Kunden besteht meistens ein regelmäßiger Bedarf. Großanwender
haben die Zahl ihrer Lieferanten gesenkt sowie Lieferantenvorschriften
und Lagerlisten erarbeitet. Mit Hilfe von e-commerce-Lösungen wird
eine Reduzierung der Beschaffungs-Prozesskosten durch Anbindung
der Lieferanten in die Warenwirtschaft oder in Form von Marktplätzen
angestrebt. |

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Technische
Auswahlkriterien und geringe Wiederholrate prägen die Beschaffung
erklärungsbedürftiger Zulieferungen
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Bei
erklärungsbedürftigen Komponenten und Systemen ist die Beschaffung
dagegen meistens technisch geprägt durch Machbarkeit, Funktionserfüllung
und Referenzen. Angesichts geringer Wiederholraten und komplexer
Lieferumfangsspezifikationen lässt sich der Beschaffungsprozess
hier kaum standardisieren. Verbesserungspotentiale sehen wir dagegen
in einer Reduzierung des hohen Suchaufwands zur Findung möglicher
Lösungen und Lieferanten im Vorfeld einer Bestellabwicklung. Vor
einer Suche nach Produkten und Lieferanten muss die zu lösende Anwendungsfunktion
erst in mögliche Lösungstechnologien übersetzt werden. Verfügbare
e-commerce-Lösungen können hier nicht helfen |

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Erklärungsbedürftige
Automatisierungsprodukte werden über die Anwendung verkauft
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Bei
Beschaffung bzw. Vertrieb von erklärungsbedürftigen Komponenten
und Systemen sind grundsätzlich andere Gesetzmäßigkeiten zu berücksichtigen
als bei Standardkomponenten:
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Der
Kunde sucht die Lösung für sein Anwendungsproblem und keine
Produkte. |
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Im
Leistungsumfang sind neben dem Kernprodukt meistens Fremdkomponenten
und anwendungsspezifisches Engineering zur Aufgabenlösung
erforderlich. |
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Häufig
handelt es sich um innovative Produkte, die sich schwer in
vorhandene Produktklassen einordnen lassen. |
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Die
Einsatzmöglichkeiten dieser Produkte sind beim Anwender nicht
a priori bekannt. |
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Der
Anbietermarkt ist durch eine Vielzahl kleiner High-Tech-Anbieter
sowie durch Spezialabteilungen auf anderen Gebieten bekannter
Großunternehmen geprägt. |
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Beim
Kunden tritt dieser Anwendungsfall meist nur einmalig auf,
für weitere Anwendungen des Kunden sind häufig andere Produkte
geeigneter.
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Je
Projekt entsteht ein hoher Aufwand für Informationssuche beim Anwender
und für Kundenfindung beim Anbieter
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Als
Folge werden eher einmalige Problemlösungen in geringer Stückzahl
bestellt. Feste Kundenbeziehungen und regelmäßige Bestellungen ergeben
sich vor nachstehendem Hintergrund selten. Hohe Einmalkosten für
Kundenfindung und Anwendungsentwicklung können nur durch Wiederholeffekte
bei der Anwendungsvermarktung ausgeglichen werden. Dieses ist auf
zweierlei Wegen möglich:
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Findung
von Kunden mit Anwendungsfall im Rahmen einer Serienmaschine
bei hohem Kostendruck (OEM-Geschäft) |
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Übertragung
realisierter Lösungen auf andere Kunden mit ähnlicher Aufgabenstellung
(Lösungsgeschäft)
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In jedem Fall entsteht ein hoher Aufwand für die Informationsbeschaffung
auf Kundenseite sowie für die Kundenfindung auf Anbieterseite. |

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