Wissen für Fabrikautomation

Gefügeprüfgeräte eddyvisor
Abbildung Funktionsprinzip
Produktfamilien-Verschlagwortung
weiter Prüftechnik und Messtechnik weiter Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung weiter Wirbelstromprüfung weiter Magnetinduktive Prüfsysteme
Funktionsprinzip
Geprüft wird mit einer Spule aus Primär- und Sekundärwicklung. Die beiden Spulen sind so angeordnet, dass sie eine nur lose Kopplung aufweisen. In der noch leeren Spule wird bereits über das entstehende Magnetfeld aus der Primärwicklung in der Sekundärwicklung eine geringe Spannung induziert. Steckt man nun einen Prüfling in das Spulensystem, ändert sich der Kopplungsfaktor von der Primär- zur Sekundärwicklung. Die Änderung dieses Koppelfaktors wird in erster Linie durch die elektrische Leitfähigkeit und die Permeabilität des Prüflings bestimmt. Diese beiden Eigenschaften korrelieren in starkem Masse mit dem Gefügezustand des Prüflings.

Das Einfrequenzprinzip misst diese Eigenschaften anhand nur einer Frequenz. Sind die zu unterscheidenden Teile und Fehlerbilder a priori bekannt, kann die Frequenz derart gewählt werden, daß sich die Werte der zugehörigen Permeabilitätskurven bei der gewählten Frequenz deutlich unterscheiden.
Beim Mehrfrequenzprinzip hingegen wird auch 8 Frequenzen gleichzeitig die komplette Permeabilitätskurve des Werkstoffs, quasi als „magnetischer Fingerabdruck“, verglichen. Damit wird eine sichere Erkennung auch von nicht vorab definierbaren Fehlerzuständen möglich.