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Roboter Messzelle für Kleinteile MR-5A OFFLINE
Abbildung Funktionsprinzip
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Funktionsprinzip
Mit dem auf Bildverarbeitung und einem Industrieroboter basierenden Messsystem können Bauteile, insbesondere mit komplexen Geometrien, vollständig vermessen werden. Der Prüfling wird durch manuelles Einlegen in eine Werkstückhalterung in der Zelle oder durch ein Schubladensystem bereitgestellt. Anschließend startet der automatische Prüfablauf. Der Prüfling wird vom Roboter gegriffen, aus der Teilebereitstellung genommen und einer Kamera präsentiert. Abhängig von der geforderten Genauigkeit werden mehrere Kameras mit unterschiedlichen Objektiven bzw. Bildfeldern eingesetzt. Befindet sich der Roboter mit dem Bauteil in Prüfposition, wird die Bildaufnahme ausgelöst.
Die Messung basiert auf der Analyse eines Grauwertbildes mit einer Auflösung von 256 Graustufen. Die Gewinnung von Maßen beruht dabei auf Algorithmen einer Kantensuche und Flächendetektion sowie der Berechnung sogenannter metrischer Grundinformationen. Deren Verknüpfung liefert typische Maße wie Längen, Winkel, Flächeninhalte, Momente, Radien, Krümmungen usw. Die metrischen Basisinformationen führen schließlich auf prüfteilbezogene Merkmale, die vom Nutzer in einem Prüfplan beschrieben, mit Messpositionen, Sollwerten und Toleranzbereichen charakterisiert und anschließend automatisch ermittelt werden.
Nach einer Auswertung der erhaltenen Geometrieinformationen und dem Vergleich mit den vorgegebenen Sollwerten erfolgt die Klassifikation der Teile in Gutteile und fehlerhafte Teile. Bei fehlerhaften Teilen werden die Maße, die außerhalb der Toleranz liegen, auf einem Bildschirm farblich visualisiert. Auf Kundenwunsch können die Teile auch sortiert abgelegt werden.