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Durchflussmesssystem LMF
Abbildung Funktionsprinzip
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Funktionsprinzip
Zur Durchflussmessung von Gasströmen bietet das LMF-Messsystem eine Auswahl von Sensoren mit unterschiedlichen Funktionsprinzipien. Der in den meisten Fällen eingesetzte Sensor ist das Laminar Flow Element. Das Messprinzip des Laminar Flow Elementes beruht auf dem Gesetz von Hagen-Poiseuille, welches besagt, dass der Druckverlust eines laminar durchströmten Rohrstückes direkt proportional zur Geschwindigkeit der Strömung ist. Dieser Druckunterschied zwischen dem Anfang und dem Ende der laminaren Messstrecke wird mittels eines Differenzdruckaufnehmers erfasst. Anhand des Druckunterschiedes kann die Strömungsgeschwindigkeit und somit die Durchflussmenge ermittelt werden.

Bei dem Massefluss-Verfahren nach dem kalorimetrischen Messprinzip misst der Sensor anhand der Abkühlung von beheizten Elementen im Luftstrom die Masse der vorbeiströmenden Luft. Im Gegensatz zu Prüfmethoden bei denen die Leckrate über die Druckmessung ermittelt wird, entspricht das Messsignal der Volumenstrom Massendurchflussmessung direkt der Leckrate in Normliter / Zeit.

Für die Umsetzung der Durchflussmessung bzw. Dichtheitsprüfung können zwei Anordnungsmethoden angewandt werden. Die geräteinterne Messstrecke aus dem Laminar Flow Element wird bei der direkten Methode in die Zuluft von luftführenden Bauteilen wie z.B. Schalldämpfern oder Ventilen oder geschlossenen Volumina im Überdruck, bzw. Unterdruck integriert. Bei der indirekten Methode ist die Messstrecke in die Abluft von den luftführenden Bauteilen gegen Atmosphäre integriert.