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Lieferantenverzeichnis: Lecktest für Halogene

 

Lexikon: Lecktest für Halogene

Synonyme: Halogen-Lecktest, Kältemittel-Lecktest, SF6-Lecktest

Lecktest für Halogene, Kältemittel-Lecktest

Quelle: INFICON GmbH

Definition

Der Halogen-Lecktest dient zur Dichtheitsprüfung von Kühl- und Klimageräten durch die Detektion von halogenbasierten Kältemitteln wie z. B. R134a, R404A, R407C, R410A, R22, Schwefelhexafluorid (SF6) oder von Kohlendioxid (CO2), das als Ersatz für halogenbasierte Kältemittel dient. Das Verfahren ermöglicht die Erkennung sehr kleiner Leckraten und wird sowohl zur integralen Dichtheitsprüfungen als auch zur Leckortung eingesetzt. Zur Erkennung der Halogene kommen Sensoren unterschiedlicher Bauart zum Einsatz. Die integrale Dichtheitsprüfung findet stets in einer Prüfkammer statt, eine Leckortung kann auch in Umgebungsluft stattfinden.
Die Prüfsysteme mit unterschiedlichen Verfahren umfassen die für die jeweilige Anwendung geeignete Sensorik sowie eine Steuer- und Auswerteeinheit, dazu können eine Prüfkammer mit produktspezifischen Adaptionen und eine Vakuumpumpe kommen.

Funktionsprinzip

Grundprinzip der Halogen-Lecktests ist der Nachweis von aus dem Bauteil austretendem Kältemittel. Das mit Kältemittel befüllte Bauteil wird zur integralen Prüfung in eine Prüfkammer gesetzt und die aus der Prüfkammer abgesaugte Luft auf die Anteile des Kältemittels bzw. Prüfgases untersucht. Zur Leckortung wird der Prüfling mit einer Schnüffelsonde abgefahren.
Zur Detektion des Kältemittels kommen verschiedene Sensortypen zum Einsatz. Als Gassensor können Massenspektrometer verwendet werden. Weiterhin gibt es z. B. Sensoren, bei denen das Kältemittel temporär Sauerstoffmoleküle aus einer Keramikoberfläche herauslöst, was eine Veränderung des elektrischen Widerstandes bewirkt.
Auch eine optische Prüfung ist möglich. Da Kältemittel je nach Zusammensetzung bestimmte Frequenzanteile des Infrarotlichts absorbieren, entsteht ein spezifisches Absorptionsspektrum, das durch optische Sensoren erfasst und ausgewertet wird.
Ein Problem der Halogen-Lecktests ist die mögliche Kontamination des Messplatzes mit Kältemitteln oder anderen Gasen, die die Messungen verzögern und die Zuverlässigkeit der Messung beinträchtigen können.

Einsatzbereich

Der Halogen-Lecktest wird zur halb- oder vollautomatischen integralen Dichtheitsprüfung sowie zur Leckortung an montierten Kühl- und Klimageräten eingesetzt, die bereits mit Kältemitteln befüllt sind. Dazu gehört neben den halogenbasierten Kältemitteln zunehmend auch das weniger umweltschädliche CO2.
Typische Prüflinge sind montierte Kühlschränke und Tiefkühltruhen für den Hausbereich und für den gewerblichen Einsatz sowie Klimaanlagen und Klimageräte für Kraftfahrzeuge oder die Haus- und Gebäudetechnik. Anwenderbranchen sind die Kälte- und Klimatechnik, Hersteller von weißer Ware und Haustechnik sowie die Automobil- und Automobilzulieferindustrie.

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