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Lieferantenverzeichnis: Etikettieranlagen

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Lexikon: Etikettieranlagen

Synonyme: Etikettieranlage, Etikettiermaschinen, Etikettierautomaten, Etikettierzellen

Quelle: BBK Etikettier- und Sondermaschinenbau GmbH

Definition

Etikettieranlagen sind halb- oder vollautomatische Etikettierstationen, seriennahe Etikettiermaschinen und Sondermaschinen zum automatisierten Aufbringen von Etiketten, die in der Regel als aufgabenspezifische Lösungen realisiert werden. Eine Etikettieranlage umfasst den maschinentechnischen Aufbau, eine manuelle oder automatische Beschickung, eine Etikettiereinheit mit Spender und Applikator sowie die Steuerung. Für flexible Kennzeichnungen ist zusätzlich ein Drucker erforderlich, gegebenenfalls kommen Verkettungssysteme und Werkstückhandhabungen wie z. B. eine Drei-Rollen-Handhabung für zylindrische Produkte dazu. Weitere Aufgaben zur Objekterkennung, Positionserkennung, Aufdruckkontrolle und Codelesung können mit Bildverarbeitungssystemen realisiert werden.

Funktionsprinzip

Die Herstellung von variablen Inhalten lässt sich z. B. mit Thermodirekt- oder Thermotransferdruckern realisieren, welche die unbedruckten Etiketten von der Rolle unmittelbar vor dem Aufkleben bedrucken. Zur Kennzeichnung durch vorgedruckte Etiketten mit gleichbleibenden Inhalten genügt der Einsatz eines Etikettenspenders.
Zum Ablösen wird das Trägerband mit den bedruckten Etiketten von einem motorischen Antrieb über eine Spendekante gezogen und das Etikett abgeschält. Um das abgelöste Etikett aufzukleben, kommen abhängig von der Objektoberfläche und Bauteilgeschwindigkeit berührende oder berührungslose Aufbringungsmethoden zum Einsatz.
Zur Aufbringung muss das Objekt relativ zum Applikator richtig positioniert sein, zusätzlich ist es gegebenenfalls erforderlich, die Bewegung der Werkstückhandhabung mit der Handhabungsbewegung des Applikators zu synchronisieren. Hierfür kann beispielsweise zur Rundumetikettierung das Werkstück über einen Antrieb mit drei Rollen oder seitlichen Bändern gedreht werden. Für die Seitenetikettierung, zur Etikettierung von Ober- und Unterseiten oder über Eck kommen als Handhabungen z. B. Hubzylinder, ein- oder mehrachsige Linearsysteme oder Roboter zum Einsatz.

Einsatzbereich

Etikettieranlagen werden in der Regel als aufgabenspezifische Lösung realisiert und als halbautomatische Etikettierstationen, seriennahe Etikettiermaschinen, Etikettierstationen zur Anlagenintegration oder als Sondermaschinen angeboten. Für eine Reihe von Aufgaben sind vorgefertigte Lösungen erhältlich wie z. B. Paletten-Etikettierer für verpackte Paletten und Kartons, Etikettierautomaten zur Kennzeichnung der Ober- und Unterseiten von flach liegenden Produkten, Etikettiermaschinen für die Vorder- und Rückseiten von Formflaschen und Rundum-Etikettiermaschinen für zylindrische Produkte oder z. B. für das Etikettieren von Fässern und Säcken. Weitere Einsatzbereiche sind Kennzeichnungen zur Rückverfolgbarkeit von sicherheits- und funktionskritischen Bauteilen und Baugruppen in der Kfz-Industrie. Anwendungsbereiche sind Palettierstationen und Verpackungsstraßen in allen Branchen der Industrie wie z. B. die Lebensmittel-, Getränke- Konsumgüter-, Elektronik-, Chemie- und Pharmaindustrie.

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